Der Segway Navimow i105E gehört zur neuen Generation von Mährobotern ohne Begrenzungskabel: Statt eines mühsam verlegten Drahts nutzt er RTK-Satellitenortung plus Kamera und lässt sich komplett per App einrichten. In der kabellosen Einstiegsklasse gilt er als einer der Preis-Leistungs-Tipps des Jahres — in einem Vergleichstest erreichte er die Testnote 1,7. Wir haben alle Daten, Stärken und Schwächen für dich aufbereitet, dazu findest du unten die Bedienungsanleitung als PDF, die App-Links und einen Abschnitt zu den regelmäßigen Firmware-Updates.

Für wen ist der Navimow i105E gemacht?

Segway positioniert den i105E klar: kleine bis mittlere Gärten bis 500 m², deren Besitzer keine Lust auf das Verlegen von Begrenzungskabel haben. Genau dort spielt er seine Stärken aus. Wenn dein Rasen zwischen 100 und etwa 450 m² liegt, halbwegs freien Blick zum Himmel hat und du dein Smartphone ohnehin ständig dabei hast, bekommst du hier viel Roboter für vergleichsweise wenig Geld.

Besonders interessant ist der i105E für drei Gruppen. Erstens: Neueinsteiger, die zum ersten Mal einen Mähroboter kaufen und vor der Kabelverlegung zurückschrecken — beim i105E entfällt sie komplett, die Grenzen werden virtuell in der App gezogen. Zweitens: Mieter und Gartenumgestalter. Wer sein Beet nächstes Jahr vergrößert oder ein Trampolin umstellt, passt die Mähzone in wenigen Minuten in der App an, statt Kabel auszugraben. Drittens: lärmempfindliche Nachbarschaften — mit 58 dB(A) ist der i105E leise genug, um auch abends zu mähen, ohne dass es zum Thema am Gartenzaun wird.

Ehrlicherweise gibt es auch Gärten, für die er nicht gemacht ist: Flächen deutlich über 500 m² überfordern Akku und Flächenleistung, dafür gibt es die größeren Navimow-Modelle. Sehr stark beschattete Grundstücke unter dichten Baumkronen oder direkt an hohen Hauswänden können den RTK-Empfang stören — dort hilft zwar die Kamera aus, ein Praxistest am eigenen Standort ist aber sinnvoll. Und wer grundsätzlich keine App nutzen will, wird nicht glücklich: Ohne die Navimow-App läuft bei Einrichtung und Planung nichts.

Technik im Detail

Das Herzstück des i105E ist das Navigationssystem aus zwei Komponenten: RTK (Real Time Kinematic) verfeinert das normale Satellitensignal über eine mitgelieferte Referenzantenne auf wenige Zentimeter Genauigkeit. Ergänzend schaut eine Kamera (Vision) nach vorn, erkennt Hindernisse wie Spielzeug, Igel oder Gartenmöbel und hilft bei der Ortung, wenn das Satellitensignal kurz abreißt — etwa unter einem Baum. Das Ergebnis: Der Roboter mäht nicht im Chaos-Prinzip, sondern systematisch in sauberen, parallelen Bahnen und fährt zum Abschluss einen eigenen Randmodus.

Merkmal Wert
Empfohlene Rasenflächebis 500 m²
NavigationRTK-Satellitenortung + Kamera (Vision), ohne Begrenzungskabel
Schnittbreite18 cm
Schnitthöhe20–60 mm, manuell verstellbar
Mähzeit pro Akkuladungca. 60 Minuten
Ladezeitca. 90 Minuten
Maximale Steigung30 %
Lautstärke58 dB(A)
Gewicht10,9 kg
SchutzartIP66 (Roboter) — Reinigung mit dem Gartenschlauch möglich
KonnektivitätBluetooth + WLAN, 4G optional nachrüstbar
AppNavimow-App für iOS und Android, Firmware-Updates per OTA
Kundenbewertung★ 4,6 · Amazon-Kundenbewertung, >1.000 Bewertungen

Ein paar Werte lohnen die Einordnung. Die Schnittbreite von 18 cm ist klassentypisch für kompakte Mähroboter — zusammen mit rund 60 Minuten Mähzeit und 90 Minuten Ladezeit schafft der i105E seine 500 m² nicht in einem Rutsch, sondern verteilt über den Tag. Da er systematisch statt zufällig fährt, ist die Fläche trotzdem deutlich schneller fertig als bei alten Chaos-Mähern. Die Schnitthöhe von 20 bis 60 mm stellst du per Drehknopf am Gerät ein — nicht elektrisch per App, das ist einer der Sparpunkte gegenüber teureren Modellen. 30 % Steigung reichen für die meisten Hausgärten locker; nur an steilen Böschungen musst du aufpassen. Und dank IP66 übersteht der Roboter Regen problemlos und darf zur Reinigung sogar abgespritzt werden.

Praxis: Einrichtung & Alltag

Die Einrichtung ist der Moment, in dem der i105E die klassische Konkurrenz alt aussehen lässt. Statt einen Nachmittag lang Kabel zu verlegen, läuft es so ab: Ladestation an einen Ort mit Stromanschluss stellen, die RTK-Antenne mit möglichst freiem Himmelblick montieren (Rasenspieß oder Wandhalterung liegen bei), Roboter per Bluetooth mit der Navimow-App koppeln — und dann führst du den Mäher per virtuellem Joystick einmal an der Rasenkante entlang. Die App zeichnet dabei die Karte auf. Inseln um Beete, Teich oder Trampolin markierst du genauso; auch mehrere Zonen mit Verbindungswegen sind möglich. Realistisch bist du in 30 bis 60 Minuten fertig.

Im Alltag arbeitet der i105E dann weitgehend unsichtbar: Du legst Mähzeiten fest, der Roboter fährt seine Bahnen, weicht Hindernissen aus und kehrt selbstständig zur Station zurück. Bei einsetzendem Regen kann er die Arbeit über den Regensensor verschieben. Zwei ehrliche Praxispunkte solltest du kennen: Wie fast jeder Mähroboter lässt auch der i105E an Mauern und Zäunen einen schmalen Randstreifen stehen, den du gelegentlich mit dem Trimmer nachziehst — unser Ratgeber zum Rasenkanten-Trimmen mit dem Akku-Trimmer zeigt, wie das in fünf Minuten erledigt ist. Und wer scharfkantige, erhabene Randsteine hat, sollte die virtuelle Grenze ein paar Zentimeter nach innen legen: Einige Nutzer berichten von Kratzern an der Karosserie, wenn der Roboter regelmäßig an Steinkanten entlangschrammt.

Noch ein Hinweis aus dem Maulwurf-Blickwinkel, schließlich bist du auf Maulwurf-Frei gelandet: Frische Maulwurfshügel solltest du vor dem Mähen abtragen, denn aufgeworfene Erde macht die Messer stumpf und hinterlässt braune Flecken im Schnittbild. Der Roboter selbst vertreibt Maulwürfe übrigens nicht zuverlässig — auch wenn die Vibrationen manche Tiere stören, verlass dich dafür lieber auf unsere getesteten Methoden.

Stärken & Schwächen

✓ Stärken

  • Sehr zuverlässige Navigation + Hinderniserkennung (RTK + Kamera)
  • Einrichtung ohne Begrenzungskabel, Kartierung per App
  • Leise (58 dB(A)), mäht systematisch in Bahnen inkl. Randmodus
  • Top Preis-Leistung in der kabellosen Klasse (Testnote 1,7)

✗ Schwächen

  • Nur für Flächen bis ca. 500 m² geeignet
  • Schnitthöhe nur manuell verstellbar, Ränder bleiben teils stehen
  • App zwingend nötig; Kratzerrisiko an erhabenen Randsteinen

Unterm Strich sind die Schwächen des i105E die typischen Kompromisse der Einstiegsklasse — keine Ausschlusskriterien, aber Punkte, die du vor dem Kauf kennen solltest. Wer eine elektrische Schnitthöhenverstellung oder mehr Fläche braucht, zahlt bei den größeren Navimow-Modellen oder der Konkurrenz spürbar mehr.

Der Navimow i105E im Video

Segway stellt die i-Serie im folgenden Video vor — gut, um ein Gefühl für Größe, Fahrverhalten und die App-Einrichtung zu bekommen. Aus Datenschutzgründen laden wir das Video erst nach deinem Klick.

Downloads & Links

Alle offiziellen Dokumente und Apps zum Navimow i105E an einem Ort — direkt vom Hersteller:

Firmware-Updates: OTA über WLAN

Ein oft unterschätzter Vorteil moderner Mähroboter: Der Navimow i105E wird nach dem Kauf per Software weiterentwickelt. Segway verteilt Firmware-Updates „over the air“ (OTA) — sobald der Roboter an seiner Ladestation mit deinem WLAN verbunden ist, meldet die Navimow-App verfügbare Updates und installiert sie auf Wunsch automatisch, typischerweise nachts, wenn der Mäher ohnehin lädt. Du musst dafür weder ein Kabel anschließen noch Dateien herunterladen; ein Fingertipp in der App genügt.

Was bringen die Updates konkret? In der Vergangenheit hat Segway über OTA unter anderem die Hinderniserkennung der Kamera verfeinert, die Bahnplanung und den Randmodus verbessert, die Kartenverwaltung in der App erweitert und Fehler behoben, die einzelne Nutzer gemeldet hatten. Der Roboter, den du in einem Jahr besitzt, kann also spürbar besser mähen als der, den du heute auspackst. Genau deshalb lohnt es sich, den i105E dauerhaft im WLAN zu lassen — steht die Ladestation außerhalb der Reichweite, hilft ein WLAN-Repeater oder das optionale 4G-Modul. Unser Rat: Aktiviere automatische Updates direkt bei der Einrichtung und wirf vor der ersten Mahd der Saison einen Blick in die App, ob eine neue Version bereitsteht. Den offiziellen Support samt Update-Hinweisen findest du unter navimow.segway.com.

Häufige Fragen

Braucht der Segway Navimow i105E ein Begrenzungskabel?

Nein. Der i105E navigiert über RTK-Satellitenortung plus Kamera (Vision). Die Grenzen deines Rasens legst du einmalig per App fest, indem du den Roboter virtuell an der Rasenkante entlangführst. Ein Kabel wird weder verlegt noch eingegraben — Änderungen an der Fläche erledigst du später in wenigen Minuten in der App.

Für welche Gartengröße ist der Navimow i105E geeignet?

Segway gibt bis zu 500 m² Rasenfläche an. In der Praxis solltest du etwas Reserve einplanen: Bei stark verwinkelten Flächen, mehreren Zonen oder viel Steigung sind etwa 400 bis 450 m² die realistischere Obergrenze. Für größere Gärten gibt es stärkere Navimow-Modelle mit mehr Flächenleistung.

Funktioniert der Navimow i105E ohne WLAN oder App?

Die Navimow-App ist für Einrichtung, Kartierung und Zeitpläne zwingend nötig. Im Alltag mäht der Roboter dann selbstständig nach Plan. WLAN am Aufstellort ist für Firmware-Updates (OTA) und den Fernzugriff sehr zu empfehlen; die Grundverbindung klappt auch per Bluetooth in Reichweite, optional gibt es ein 4G-Modul für Gärten ohne WLAN-Abdeckung.

Maulwurf-Frei Redaktion
Wir werten Herstellerangaben, unabhängige Tests und Amazon-Kundenbewertungen aus. Eigene Labortests führen wir nicht durch — alle Bewertungen sind als Amazon-Kundenbewertungen gekennzeichnet.